Slips von A bis Z: Große Übersicht der Formen und Tipps für die richtige Auswahl

Slips von A bis Z: Große Übersicht der Formen und Tipps für die richtige Auswahl

Genau wie ein richtig gewählter BH kann auch ein gut sitzender Slip Wunder für Ihre Figur bewirken. Er betont Ihre Vorzüge, kaschiert, was verborgen bleiben sollte, und gibt Ihnen Selbstvertrauen. Es gibt eine Fülle von Slipformen. Damit Sie sich darin wohlfühlen, müssen Sie wissen, welche Slipform zu Ihrem Körperbau und dem von Ihnen gewählten Outfit passt.  

27. Februar 2026

Nikola Herčíková

Chefredakteurin

Zdeňka Sahulová

Spezialistin für Unterwäsche 

„Ein Slip muss sich wie eine zweite Haut anfühlen. Ein zu kleiner Slip schneidet ein, was vor allem in der Leistengegend zu übermäßigem Druck auf die Nerven führen kann, was Schmerzen und sogar Taubheitsgefühle zur Folge haben kann – bei längerem Tragen sogar chronisch. Außerdem entsteht dadurch eine unschöne Faltenbildung im Bauchbereich. Zu weite Unterhosen können im Laufe des Tages Falten werfen und verrutschen und müssen den ganzen Tag immer wieder zurecht gezogen werden. Um eine Auswahl zu treffen, ist es wichtig, richtig Maß zu nehmen und das Messergebnis mit der Größentabelle für jedes Produkt in unserem E-Shop zu vergleichen.“ 

⚫Die Maße ohne Unterwäsche oder in einer feinen, nicht-formenden Unterhose ermitteln. 
⚫An der schmalsten Stelle des Bauches und dann an der breitesten Stelle der Hüfte, einschließlich des Pos, messen. 
⚫Sicherstellen, dass das Maßband dabei in einer Linie aufliegt. Am besten ist es, wenn eine zweite Person das gerade Aufliegen des Maßbands überprüft. 

 

Tanga

Das Vorderteil ist dasselbe wie bei einem klassischen Slip, das Rückteil ist komplett ausgeschnitten und lässt den kompletten Po unbedeckt. Den Tanga-Slip gibt es auch als sog. String, was bedeutet, dass die Seitenteile und das Rückteil nur aus dünnen Bändern bestehen. Beliebter sind jedoch die klassischen Tanga-Slips, die an den Hüften und am Gesäß breiter sind, in der Regel etwa 2-4 cm. Der Tanga passt unter eng anliegende Kleidung wie Leggings, Satinkleider und Röcke, unter denen sich beim klassischen Slip der Saum abzeichnen würde, oder unter helle, leicht transparente Kleidung. 

Tanga mit hohem Bund 

Eine sehr beliebte Form, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Der Tanga endet oberhalb des Bauchnabels, daher bedeckt und umhüllt er sanft den kompletten Bauch. Gleichzeitig bleibt das komplette Gesäß unbedeckt. Ideal für fülligere Frauen, die den Tanga lieben, aber das Problem haben, dass sich bei der klassischen Form mit niedrigerem Bund bei Ihnen der Slip beim Sitzen unter dem Bauch einrollt. Aber auch für eine schlanke Figur geeignet, vor allem unter Kleidung mit hohem Bund, damit sich der Saum nicht auf dem Bauch abzeichnet. Perfekt unter festliche Outfits und Etuikleider. 

Brasil 

Der Brasilslip, auch Brazilian genannt, ist ein Kompromiss zwischen dem Tanga und dem klassischen Slip. Das Vorderteil reicht in der Regel unter den Bauchnabel, das Rückteil ist im Bereich der oberen Pohälfte bogenförmig ausgeschnitten. Er lässt also ein Teil der Pobacken unbedeckt. Wenn Sie sich also in einem Tanga nicht wohl fühlen, aber trotzdem etwas von Ihren Kurven zeigen wollen, ist diese Form perfekt für Sie. Der Brasilslip verleiht dem Hintern eine optisch schöne Form, wozu auch die hintere vertikale Naht beiträgt. Doch dies ist nicht die Regel, lasergeschnittene Brasilslips haben z. B. keine vertikale Naht. Ideal unter weite Hosen oder Jeans, wo ein klassischer Slip manchmal Falten wirft. 

Bikini 

Der Bikini ist dem klassischen Slip sehr ähnlich, ist aber hinten gerade geschnitten, so dass er nicht die ganzen Pobacken bedeckt, sondern der Saum verläuft vom Schritt bis zur Hüfte. Die Beine sind vorne deutlich ausgeschnitten. An den Seiten ist er in der Regel schmaler als herkömmliche Slips und wird höher über der Hüfte getragen. Dadurch werden bei dieser Form die Beine optisch verlängert. Genauso wie der Brasilslip passt er perfekt unter weite Hosen und Jeans. Kann auch unter A-Linien- und Plisseeröcken getragen werden. 

Klassischer Slip

Die klassische Slipform zeichnet sich dadurch aus, dass das Rückteil bogenförmig weit ausgeschnitten ist und somit das gesamte Gesäß bedeckt. Die Beine sind nur leicht ausgeschnitten und die Seitenteile sind meist ziemlich breit. Er lässt sich am besten unter weiten Röcken und Kleidern tragen, denn durch den Rückteilschnitt bleibt der Rock beim Aufstehen nirgendwo hängen (wir alle kennen das lästige Einklämmen von Stoff zwischen den Pobacken). Er passt auch unter Hosen, hier ist es aber wichtig, die richtige Größe zu wählen, da der Slip ansonsten unter der Hose oder Jeans nicht an Ort und Stelle bleibt, sich hinten einrollt oder wiederum von der Taille runterrutschen kann. 

Klassischer Slip mit hohem Bund 

Die höhere Version des Klassikers ist sehr beliebt, vor allem bei Frauen mit üppigeren Kurven. Ein niedriger Bund kann nämlich beim Sitzen aufgrund eines größeren oder lockeren Bauches nach unten rollen, was sehr unangenehm ist. Der Slip ist sehr bequem für Frauen nach einem Kaiserschnitt, wo er hilft, den Bauch beim Gehen etwas zu straffen. Er eignen sich auch hervorragend für die Tage, da er sich schön an den Bauch anschmiegt und die Haut schön warm hält, was zu einer Entlastung führen kann. Im Alltag passt er am besten unter Hosen und Röcke mit hohem Bund, unter denen sich der vordere Saum nicht abzeichnet, was die Silhouette straffer wirken lässt. 

Hipster-Slip 

Der Hipster-Slip ist in der Regel tiefer geschnitten und hat breite Seitenteile. Der Hüftslip, wie er auch genannt wird, wird weiter unten getragen und umschließt, wie der Name schon sagt, vor allem die Hüfte und nicht die Taille. Das Rückenteil ist gerade, was in Verbindung mit dem niedrigen Schnitt bedeutet, dass er fast die kompletten Pobacken bedeckt, bis auf den unteren Doppelbogen. Diese Slipform steht hervorragend Frauen mit breiten Hüften und breiten Oberschenkeln. Wenn Sie jedoch gleichzeitig auch einen größeren Bauch haben, sollten Sie probieren, ob Sie sich mit dem niedrigeren Schnitt vorne wohlfühlen, den manche Frauen nur schwer ertragen. Der Hüftslip passt perfekt unter Kleidung mit niedrigem Bund wie Hüftjeans und Hüftröcke. 

French Slips 

Diese Form ähnelt vorne dem Hipster-Slip, mit dem Unterschied, dass der French Slip noch weniger ausgeschnitten ist. Es schneit fast, als ob der Slip ein kurzes Bein hätte. Er hat sehr breite Seitenteile und ist hinten fast waagerecht geschnitten, so dass er nur den unteren Teil der Pobacken freilegt. Er ist aber auch mit einem klassischen Rückteil verfügbar. Sehr oft verfügt er über eine Spitzenbordüre. Er passt unter lockere Hosen, Kleider und Röcke, sollte aber nicht unter eng anliegenden oder Satinhosen getragen werden, da sich das Rückteil hier abzeichnen würde.  

Boxershorts 

Wie der Name schon sagt, sind die Boxershorts der gleichnamigen Herrenunterwäsche nachempfunden. Sie haben ein kurzes Bein und bedecken somit das Gesäß und einen Teil der Oberschenkel. Sie bedecken auch die komplette Hüfte, weshalb sie von Frauen mit mehr Volumen in dieser Partie bevorzugt werden. Sie passen am besten unter Kleider und Röcke, wo sie mehr Selbstvertrauen und Bedeckung geben. Nicht geeignet unter eng anliegende Hosen und Jeans, da sich die Beine darunter oft einrollen.  

Shorts mit langem Bein 

Shorts liegen an der Grenze zwischen Unterwäsche und Kleidung. Wenn sie aus blickdichtem Material bestehen, können sie als Kleidung für Sport und Sommertrips dienen. Diese blickdichte Version wird in Anlehnung an Radlerhosen manchmal auch als Biker-Shorts bezeichnet. Shorts aus transparenten und halbtransparenten Stoffen sind im Sommer ein beliebtes Kleidungsstück unter Kleider und Röcke, da sie das unangenehme Scheuern an den Oberschenkeln verhindern und helfen, die Silhouette zu straffen. Und woher wissen Sie, ob sie für den Außenbereich oder als Unterwäsche gedacht sind? Wenn sie im Schritt verstärkt sind, handelt es sich um ein Slip mit langem Bein, also um Unterwäsche. Wenn sie keinen Schritt haben, handelt es sich um Shorts, die im Freien getragen werden.